PRAXIS FÜR HYPNOTHERAPIE

Dipl. Phys. Eva Meinel - Heilpraktikerin für Psychotherapie

Medizinische Psychotherapeutische Hypnose und Hypnotherapie

Tel. 0172. 3709 544

evameinel@hypnose-plauen.de

Strukturierte Traumatherapie
 
Strukturelle Dissoziationstherorie (Traumatherapie) nach Onno van der Hart
Onno van der Hart, Professor für Psychopathologie Chronischer Traumatisierungen an der Abteilung für Klinische Psychologie der Universität Utrecht in den Niederlanden beschreibt die Traumatisierung als strukturelle Dissoziation  der Persönlichkeit in Teilpersönlichkeiten. Er behandelt strukturiert das nach einer Traumatisierung entstandene individuelle "Persönlichkeitssystem", um therapeutisch eine Traumasynthese durchzuführen. Ziel ist es dabei, die Teilpersönlichkeiten als emotionale Persönlichkeitsanteile (EP) in die Anscheinend Normale Alltagspersönlichkeit (Alltags-Ich) (ANP) zu integrieren.   
Er beschreibt, dass ein traumatisches Geschehen zur Aufspaltung der Persönlichkeit in Teilpersönlichkeiten führt, eine oder mehrere Anscheinend Normale Alltagspersönlichkeiten (ANP) und eine oder mehrere Emotionale Persönlichkeitsanteile (EP), die u.a. traumatisierte Kindanteile, täterindentifizierte Anteile, Beschützeranteile, depersonalisierte Beobachteranteile enthalten können.
Die ANP funktioniert im Alltag und hält die traumatisierten Anteile (EP) von sich fern, während ein EP einen Traumaanteil darstellt, der traumanah denkt, fühlt und sich verhält. Ein EP hütet die schrecklichen Erinnerungen ganz oder teilweise. Wenn diese wieder aktiviert werden, ist es, als wenn die Vergangenheit wieder zur Gegenwart wird. 
Durch Psychoedukation sollte die KlientIn akzeptieren lernen, dass ihr Altags-Ich (ANP) und damit sie als Person nur deshalb funktionieren kann, weil andere Bereiche der Persönlichkeit (EP) es übernommen haben, den schlimmsten Teil der Erfahrung zu hüten, aber immer noch in der Vergangenheit festhängen. Und sich somit bei entsprechendem Auslöser die traumatische Situation in den EP stets aufs Neue wiederholt.
Oft bringt die ANP zum Ausdruck, dass sie den EP nicht haben möchte: " wenn dieser nur weg wäre, würde ich wunderbar funktionieren". Die ANP geht durch den Alltag und tut so, als sei nichts geschehen. Die ANP weigert sich zu sehen und anzuerkennen, wie schlecht es dem EP geht. Sie verhält sich phobisch gegenüber dem emotionalen Persönlichkeitsanteil (EP). 
Onno van der Hart: "Ich glaube, dass der Kern jeder Traumatisierung in extremer Einsamkeit besteht. Im äußersten Verlassensein. Damit ist sie häufig, bei Gewalttrauma immer, auch eine Traumatisierung der Beziehungsfähigkeit." 
Ziel der Therapie ist es, die emotionalen Persönlichkeitsanteile (EP) wieder in die Anscheinend Normale Alltagspersönlichkeit ANP zu integrieren. Ziel ist also eine Traumasynthese durchzuführen, bei welcher die unterbrochene Handlung des Verstehens was geschehen ist - sowohl mental, als auch körperlich, emotional -   vollendet und damit das Trauma beendet wird.
Literatur: 
  "Traumabedingte Dissoziation bewältigen: Ein Skills-Training für Klienten und ihre Therapeuten" mit CD von Suzette Boon (Autor), Kathy Steele (Autor), Onno van der Hart (Autor), Elisabeth Vorspohl (Übersetzer), 
  "Das verfolgte Selbst: Strukturelle Dissoziation. Die Behandlung chronischer Traumatisierung" von Onno van der Haart (Autor), Ellert R. S. Nijenhuis (Autor), Kathy Steele (Autor), Theo Kierdorf (Übersetzer), Hildegard Höhr (Übersetzer)
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